Vom Hörsaal in die Konzernwelt und schließlich auf die Bühne: Andrés beruflicher Weg ist alles andere als gewöhnlich. Nach seinem BWL-Studium war er 25 Jahre lang im Konzern tätig, zuletzt in der internationalen Vermarktung. Heute arbeitet er als Stand-up-Comedian, Keynote-Speaker und Moderator und hat damit einen beruflichen Weg eingeschlagen, der Wirtschaft, Kommunikation und Unterhaltung miteinander verbindet. Im Interview erzählt André, wie es zu diesem beruflichen Wandel kam und was ihn an seiner Arbeit besonders erfüllt.
Was ist Deine Geschäftsidee, wie bist Du darauf gekommen und wann bist Du gestartet?
Ich hatte schon immer einen ausgeprägten Sinn für Humor und den Drang, auf der Bühne zu stehen. Schon vor Corona hatte ich den dringenden Wunsch, Stand-up-Comedy auszuprobieren, es aber nie geschafft, das neben meinem Beruf umzusetzen.
Als ich im Rahmen einer Firmenübernahme meinen Arbeitsplatz verlor, habe ich das zum Anlass genommen, meinen Wunsch mit Leben zu füllen. Seit Mai 2023 bin ich freiberuflich tätig und versuche, mir mein Standbein als Künstler aufzubauen.
Was genau bietest Du wem an?
Ich trete als Comedian in Comedy-Shows auf. Darüber hinaus können mich Firmen buchen, als Comedian oder auch als Keynote-Speaker zu Themen aus der Unternehmenswelt. Immerhin bringe ich neben meiner humoristischen Ader auch 25 Jahre Managementerfahrung zu Themen wie Change oder Mitarbeiterführung mit.
Ich moderiere Comedy-Shows und biete auch viel Erfahrung in der Moderation von Firmenevents. Dadurch begleite ich Veranstaltungen aller Art auf unterhaltsame Weise – vor allem, wenn Fachkompetenz und Unterhaltung zusammentreffen.
Zusätzlich arbeite ich mit einem Unternehmenstheater zusammen, dem Scharlatan Theater für Veränderung. Dort unterstützen wir Unternehmen mit Methoden des Theaters in der internen Kommunikation konkreter Veränderungsprozesse. Ein wirklich spannendes Angebot und für mich die perfekte Kombination aus meinen unternehmerischen Erfahrungen und meiner künstlerischen Leidenschaft.
Was war bisher Dein spannendster Auftrag/ Dein spannendstes Projekt?
Es gibt viele. Aber besonders viel Spaß habe ich, wenn ich in einer Show 20 Minuten und mehr auf der Bühne stehe und die Leute zum Lachen bringe. Ein anderes Beispiel ist meine Keynote auf dem Change Congress des Handelsblatts in Düsseldorf im letzten Jahr.
Was waren bisher die größten Herausforderungen für Dich in der Selbstständigkeit?
Ich hatte schon eine Karriere, Erfolge und ein gutes Einkommen. Als Künstler starte ich von Null und muss erst mal die Basics lernen und mir einen Namen machen. Das dauert und bietet auch immer wieder Raum für Zweifel.
Inwiefern war die Beratung der .garage hilfreich?
Durch den Gründungszuschuss konnte ich mit deutlich größerer finanzieller Entspannung in meine Selbstständigkeit starten. Ich fand die Beratung sehr hilfreich bei der Erstellung des Businessplans.
Was sind die wichtigsten Tools für Deine Arbeit?
Block und Stift – ansonsten nutze ich digitale Notizen, Office 365 und Sevdesk für meine Buchhaltung.
Was sind Deine aktuellen Pläne und was wünschst Du Dir für die Zukunft?
Aktuell arbeite ich auf mein Halbsolo hin, das bedeutet 45 Minuten Programm. Parallel dazu möchte ich meine Aktivitäten für Firmenkunden ausbauen.
Was ist für Dich das Schönste an Deinem Job?
Wenn Menschen lachen. Es gibt so viele schwierige Themen, von ganz persönlichen bis zur geopolitischen Lage. Da finde ich es wichtig, manchmal einfach aus vollem Herzen lachen zu können.
Was möchtest Du anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?
Es lohnt sich, an die eigene Idee zu glauben und den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Man muss sich nur bewusst sein, wie nervenaufreibend, langwierig und frustrierend der Weg zum Erfolg sein kann. Aber dafür fühlt sich jeder kleine Erfolg auf dem Weg dorthin umso schöner an.
Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!
André Freiheit ist auch hier zu finden:
- Website: freiheit-comedy.de / leadership-mentor.eu
- Instagram: freiheit_comedy
- LinkedIn: Andre Freiheit
