Als Dienstleister und Sachverständiger im Bereich Forst- und Jagdwirtschaft bewegt sich Adrian täglich an der Schnittstelle von Natur, Verantwortung und Fachwissen. Nach seinem Studium der Forstwirtschaft an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde sammelte er mehrere Jahre praktische Erfahrung als Revierförster im Privatwald in Brandenburg. Heute bringt er diese Expertise in seiner selbstständigen Tätigkeit eigenständig in Projekte rund um die Forst- und Jagdwirtschaft ein. Im Interview spricht er darüber, wie er auf seine Geschäftsidee gekommen ist und was er sich für die Zukunft wünscht.
Was ist Deine Geschäftsidee, wie bist Du darauf gekommen und wann bist Du gestartet?
Durch meine fachliche Qualifizierung, meine hohe Initiative und Leistungsbereitschaft sowie meine verlässliche Arbeitsweise möchte ich Kunden und Partnern als souveräner Dienstleister entgegentreten. Ziel ist es, ihnen als zuverlässiger Partner zu begegnen, von dessen Arbeitsweise sie nachhaltig profitieren und dessen Leistungen sie gerne weiterempfehlen, sowie langfristige Kooperationen aufzubauen.
Auf die Möglichkeit der Selbstständigkeit wurde ich durch einen Kollegen aufmerksam. Parallel dazu habe ich zunehmend nach einer Alternative zum klassischen Angestelltenverhältnis gesucht. Besonders gereizt haben mich die freie Zeiteinteilung, der Aufbau eines eigenen Dienstleistungsunternehmens als Form der Selbstverwirklichung sowie die fachlichen und unternehmerischen Herausforderungen, die mit der Selbstständigkeit einhergehen. Gestartet bin ich damit dann im Juli 2024.
Was genau bietest Du wem an?
Durch umfassende Erfahrung in den meisten Bereichen der Forst- und Jagdwirtschaft ist es mir möglich, nahezu alle Anliegen meiner Kunden selbst und vollumfänglich zu bearbeiten. Daraus ergibt sich im Privatwald eine Vollbetreuung von forstlichen Flächen, angefangen mit forstlich nachhaltiger Planung, Förderantragstellung, jagdliche Koordination, Organisation von Pflanzung und Holzernte, Flächenakquise etc. Dies würde ich als meine Haupttätigkeit bezeichnen. Alle anderen Leistungen stelle ich als Dienstleister für Landesforstbetriebe, Kommunen und weitere private Betriebe zur Verfügung. Abgerundet wird das Leistungsportfolio durch die Arbeit als Sachverständiger und Berater.
Was war bisher Dein spannendster Auftrag/ Dein spannendstes Projekt?
Spannende Aufträge gibt es viele: Vor allem die Sachverständigentätigkeit, also die Gutachtenerstellung im forst- und jagdlichen Bereich, erfordert ein hohes wissenschaftliches Niveau. Da sich kein Gutachten und dessen Umstände ähneln, ist eine Hintergrundrecherche sowie das Erlernen von Wissen und neuer Fähigkeiten notwendig.
Was waren bisher die größten Herausforderungen für Dich in der Selbstständigkeit?
Die größten Herausforderungen ergaben sich aus geringer Erfahrung in der betrieblichen Kalkulation, dem Steuer- und Buchhaltungswesen sowie die fundamentale Betriebsorganisation (Versicherungen, rechtliche Grundlagen etc.). In diesen Themen lerne ich weiterhin dazu.
Inwiefern war die Beratung der .garage hilfreich?
Die Beratung hat mir geholfen, einen professionellen Grundstein, vor allem durch die finanzielle Kalkulation, für meine Selbstständigkeit zu legen. Das hat mir viel Selbstvertrauen und Sicherheit gegeben. Auch der Gründungskredit war nur durch die Beratung möglich geworden.
Was sind die wichtigsten (Software)-Tools für Deine Arbeit?
Lexware Office, QGIS, Excel, Cloud-Lösung PC (OneDrive)
Was sind Deine aktuellen Pläne und was wünschst Du Dir für die Zukunft?
Ein zentrales Ziel ist für mich die kontinuierliche Erweiterung meiner Fachkompetenz, insbesondere im Bereich der Sachverständigentätigkeit. Perspektivisch soll das Unternehmen außerdem durch Mitarbeitende wachsen. Denkbar sind zwei bis drei zusätzliche Fachkräfte, um die Dienstleistungen weiteren Kunden und Partnern anbieten zu können. Dennoch gilt für mich: Qualität vor Quantität.
Darüber hinaus wünsche ich mir mehr politische Unterstützung für Gründer bzw. kleine Unternehmen, vor allem im Sinne von Planungssicherheit durch steuerliche Regelungen sowie der aktuellen Renten- und Krankenkassen-Situation.
Was ist für Dich das Schönste an Deinem Job?
Das Schönste an meinem Job sind die Selbstverwirklichung mit eigener „Roter Linie“, der „Aufbau von etwas Eigenem“ sowie der Austausch mit allen Beteiligten.
Was möchtest Du anderen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg geben?
Aus meiner Erfahrung ist eine gründliche Planung vor der Gründung essenziell – insbesondere eine realistische finanzielle Kalkulation, wie sie mir durch die Beratung der .garage ermöglicht wurde. Viele weitere Aspekte der Selbstständigkeit lassen sich nicht vollständig vorbereiten, sondern müssen im Laufe der Zeit gelernt und erfahren werden.
Ebenso wichtig sind die richtigen Ansprechpersonen bei zentralen Fragen. Verlässliche Unterstützer sind in der Selbstständigkeit unverzichtbar. Letztlich aber ist es der Mut, der den Ausschlag gibt, den Schritt in die Selbstständigkeit tatsächlich zu gehen.
Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!
Adrian Schüler ist auch hier zu finden:
- Website: forst-ass.de
